Die St. Josefskapelle und die an beiden Seiten anschließenden Gebäude wurden als kath. Latein-Schule 1758 durch Kurfürst Karl Theodor von Pfalz-Sulzbach gestiftet; sein Wappen ziert die Emporenbrüstung. Sie sollte als "Pfarrkapelle" auch Ersatz für die baufällige Wernerkapelle dienen, die bei der Pfälzer-Kirchenteilung den Katholiken als Pfarrkirche zugewiesen wurde. In dem einschiffigen Rococo-Bau mit Volutendecke befindet sich ein Altar mit Drehtabanakel. An der rechten seite befindet sich das ehemalige Hochaltarbild der Nikolauskirche. Im Dachreiter hängt eine Glocke, die einstmals in der Wernerkapelle hing. Der Gebäudekomplex ist in die Häuserreihe der Oberstraße eingebunden und springt nicht hervor. Er wurde von Karl Theodors Hofbaumeister Franz Wilhelm Rabaliatti gebaut.

© Christian Binz
19. März 2021
© Christian Binz